
Sommertörn auf Marker- und Ijsselmeer
Freitag 12.08.2022 Fahrt von Muiderzand in die Marina Flevo bei Lelystad
Ich habe mich in der Flevo Marina mit der Werft verabredet, weil wir vielleicht Auryn über den Winter hier lassen möchten und die einige Arbeiten für uns durchführen sollen. Es herrschen heute deutlich über 30°C aber ein angenehmer segelbarer Wind. Und so kommen wir ganz gemütlich nach 25sm in 6h in der Marina Flevo an. Leider sind die Werftleute wegen der Hitze an dem Tag schon um 15.00 Uhr gegangen und das Treffen kommt nicht zustande. Schade auch aber lässt sich nicht ändern. Die Marina ist nicht ganz so schick wie in Muiderzand aber dafür deutlich billiger. Rundherum gibt es auch nicht viel außer einem nettem Hafenrestaurant und einem Strand um die Ecke. Da es wegen der Hitze kaum auszuhalten ist, passiert außer einem Essen in dem Restaurant nicht mehr viel.


Samstag 13.08.2022 Fahrt nach Stavoren
Und wieder haben wir tollen segelwind und können das Meiste der 22sm auf natürlichem Wege bewältigen. Wir kommen recht spät in Stavoren an und bekommen einen der letzten Plätze in der Marina am Anmeldesteg. Ansonsten hätten wir auch ankern können, aber da wir unser Dingi nicht dabei haben würden wir nicht mehr in den Ort gehen können. Nach einem Abendessen an Bord, schlendern wir auf der Suche unter anderem nach einem Eis durch den netten, mit Booten allerdings auch überfüllten Ort. In der Mitte durchquert Stavoren ein Kanal in den man durch eine Schleuse hineinfahren kann. Aber dort einen Platz quasi mitten im Geschehen zu bekommen ist relativ aussichtslos. Am Rande des Ufers finden neben den Booten überall Grillevents mit guter Laune statt. Wir finden tatsächlich auch keinen Platz in einem Biergarten, aber dafür haben wir ja noch unser Cockpit.



Sonntag 14.08.2022 Fahrt durch die Schleuse Kornverderzand nach Texel
Heute wollen wir uns in die Nordsee ins Wattenmeer wagen, eine Premiere mit Auryn. Bis zur Schleuse Kornverderzand sind es keine 2h und die gingen wieder wunderbar unter Segeln. Wichtig ist, dass wir so kurz vor Hochwasser durch die Schleuse gehen. Dann können wir nämlich mit dem 5-6h lang ablaufendem Wasser uns in Richtung Texel schieben lassen. das Hochwasser ist um 12.00 Uhr Mittags was natürlich gut ins Timing passt. Die Schleuse ist rappelvoll und wir quetschen uns mit gut 20 anderen Booten hindurch in die Nordsee. Die Tonnen sind einfach zu erkennen und wir segeln anfangs mit Hilfe des Stroms und schönem Wind nach Westen. Irgendwann müssen wir dann den Motor anschmeißen weil der Wind komplett einschläft. In Oudeschild auf Texel ist der einzige größere Hafen auf Texel wo wir auch einen schönen Platz bekommen. Hier wollen wir jetzt ein paar Tage bleiben.


14.08. – 18.08.2022 Ruhige Tage auf Texel
Um uns mal wieder etwas mehr zu bewegen leihen wir uns Räder aus und fahren über die Hauptstadt Den Burg auf die nördliche Seite der Insel. Den Burg ist ziemlich belebt weil heute Markt ist. Lange halten wir uns dort aber nicht auf sondern suchen uns an der nördlichen Seite in den Dünen einen schönen Wanderweg und laufen über die Dünen und den Strand. Anschließend gibt es noch den Frikandel mit Pommes. Man ist ja nicht ewig in Holland, so dass das auch mal sein muss. Auf der Rückfahrt machen wir einen Stop im beschaulichen Den Hoorn bevor es wieder zurückgeht. Mal schauen was die Beine morgen so sagen….
Am nächsten Tag ist ausnahmsweise mal Regen angesagt und so nutzen wir den Tag für diverse Verschönerungen und Arbeiten an Bord. Unter anderem wird der Motorraum gereinigt und die Füße von Korrosion befreit und mit Rostschutzmittel gestrichen.
Der Regentag war zum Glück nur eine Ausnahme und wir wandern am nächsten Tag bis Oosterend einem kleinen total nettem Ort mit Gässchen und Biergärten.




18.08.2022 Weiter geht es von Texel zurück ins Ijsselmeer nach Medemblik
Die Fahrt geht zuerst mit Motor gegen den Strom für 1,5h Richtung Westen bevor wir dann in das Fahrwasser nach Süden mit dem Strom wieder bequem nach Den Oever laufen können. Dort ist die andere Schleuse die das Ijsselmeer von der Nordsee trennt. Die Durchfahrt ist recht unspektakulär und wenige Stunden später sind mir in Medemblik. Hier kenne wir uns etwas aus, weil wir uns letztes Jahr eine Yacht angeschaut haben, die am Ende aber nicht gepasst hat. Das Städtchen hat ebenso den typischen Ijsselmeer Flair wie auch zum Beispiel Stavoren und wir finden ein Restaurant mit einem schönen Platz zum draussen sitzen.



19.08.2022 Ein kurzer Trip bis Enkhuizen
Bis Enkhuizen sind es nur 11sm die wir langsam und gemächlich absegeln. Zwischendurch überrascht uns ein kleiner Schauer der bei den warmen Temperaturen aber nicht weiter stört. Und so sind wir schon am späten Mittag in Enkhuizen wo wir in der Vergangenheit mit unseren Charteryachten öfters gelegen haben. Auch Enkhuizen ist wie Medemblik wirklich nett mit einer Innenstadt die umsäumt ist von kleinen Kanälen. Wir gönnen uns eine Ladung Kibberlinge mit Pommes und der originalen Majo dabei. Anschließend gehe ich sogar mal ein Stündchen joggen. Die viele Segelei lässt einen konditionell etwas faul werden. Leider können wir nur einen Tag hier sein weil wir Samstag Abend wieder zurück in der Marina Muiderzand sein müssen.
Samstag der 20.08.2022 Es geht zurück ins Markermeer in unsere kleine Heimat Muiderzand
Der Trip heute ist mit 28sm der längste des ganzen Törns. Das ist aber kein Problem, weil wir zum einen genug Zeit haben und mit einigen Pausen auch genug Segelwind sein soll. Das mit dem Wind war so eine Sache, am Anfang ganz toll, dann war er für 2h komplett verschwunden, wir standen quasi auf einem Ententeich. Dann kam er mit schmackes zurück und am Ende von vorne so dass wir nicht ganz ohne Motor auskamen. Wir packen aus und versuchen noch am Abend auf ein Festival zu gelangen welches hier mit lauter Musik am Strand stattfindet. Leider kann man ohne Karte nirgendwo hinein. Wir hören von draussen noch etwas zu und gehen früh ins Bett. Segeln kann auch manchmal anstrengend sein.