
Ein Sommertörn in die Waddensee
Unser diesjähriger Sommerurlaub auf Auryn findet noch mal auf dem Ijsselmeer und in der Waddensee auf ein paar Inseln statt. Wir hatten zwischendurch auch überlegt etwas weiter zu fahren, z.B. nach England rüber oder die Küste runter bis Belgien. Da aber auf dem Boot während des Urlaubs noch eine Menge zu tun ist und wir nicht so viel Zeit haben, werden wir doch eher in den niederländischen Gewässern bleiben.
In den ersten Tagen erledigen wir im Hafen einige sehr konstruktive Dinge. Die Badezimmer werden aufgehübscht, in dem wir die Wände schick bekleben und einigen nützlichen Schnick Schnack aufhängen. Dann wird z.B. der Radar mit einer neuen Adapterplatte am Heck montiert und neue Relingseile werden angebracht. Wir versuchen auch mal die Ankerklappe neu zu verfugen. Wir verwenden dafür Sikaflex was für so einen kleinen Bereich ok ist aber für das gesamt Deck undenkbar viel Arbeit bedeuten würde.



So hübsch wie unser Boot jetzt ist, fühlen wir uns noch wohler und machen den ersten Törn rauf bis nach Medemblik. Den Hafen kennen wir inzwischen ganz gut daher bleiben wir auch nur eine Nacht.
Dann geht es weiter bis nach Hindeloopen. Hier waren wir noch nicht und nachdem wir dort angekommen sind fragen wir uns ernsthaft…. Warum nicht ??? Total netter Hafen und ein wunderschönes kleines Städtchen. Nette Gässchen, pittoreske Häuser und viel Ruhe in dem Ort. Unsere Freundin Kerstin macht gerade Urlaub in Holland und kommt uns besuchen. Wir verbringen einen netten Nachmittag mit einer abendlichen Pizza gemeinsam. Und weil es so schön ist, bleiben wir noch einen Tag länger, machen mal so richtig Urlaub und lümmeln den ganzen Tag auf dem Boot rum.





Der Wind dreht von Nord nach Ost und das sagt uns wir sollten mal weiterkommen und hinaus in die Waddensee Richtung Harlingen fahren. Auf der östlichen Seite des Abschlussdeiches zwischen Nordsee und Ijsselmeer liegt die immer gut besuchte Schleuse Kornwerderzand. Besonders zu Hochwasser ist hier immer gut was los weil man dann durch die Strömung gut dort wegkommt. Ein paar Meilen weiter ist Harlingen. Dort entdecken wir dank eines Tipps von anderen Seglern einen echt netten Stadthafen. Man muss noch durch eine Schleuse und unter einer Brücke durch und dann liegt man quasi am Stadtrand umgeben von Grün. Wegen dem Tiefgang (wir haben 1,85m) hatte ich dort angerufen aber er meinte es sollte so gerade noch gehen. Schwitz, als wir in den Hafen fahren zeigt der Tiefenmesser und dem Kiel eine glatte Null an aber es ging, wir sind nicht aufgesetzt.
Was soll man zu Harlingen sagen, irgendwie ganz nett zwischen Kleinstädtchen und etwas größer aber so richtig hat es uns auch nicht gefangen genommen.
Also weiter am nächsten Tag, ab nach Terschelling. Das Fahrwasser dort hinauf ist nicht breiter als 100-200m aber hervorragend betonnt, so dass man sich eigentlich nicht verfahren kann. Zwischendurch erschrecken einen nur die Fähren die mit einem Affenzahn an uns vorbeidüsen. Das letzte Stück rechts ab Richtung West-Terschelling haben wir die volle Strömung dann gegen uns und müssen den Motor anschmeißen. Im Hafen selber kann man keine Reservierung machen, First comes, First serves…. Und wir sind in dem Bereich für 13m Boote anscheinend die letzten. Wir legen im Päckchen als 4. Boot an, das hatten wir auch noch nicht (ist halt Samstag und hier soll heute ein Stadtfest sein). Der Ortskern ist nur ein paar hundert Meter zu gehen und wir geraten genau in eben dieses Stadtfest. Der Platz wird immer voller und ein DJ legt entsprechende Tanzmucke auf.






Weiter geht es dann nach Vlieland welches wir per Motor über die kurze Strecke von 8sm absolvieren. Wir sind absolut positiv überrascht. Die Insel ist nur ganz im Osten bewohnt und dort ist auch die einzige Ortschaft, eben Oost-Vlieland. Der Ort besteht aus einer sehr langen Hauptstraße an der sich viele kleine Läden, Restaurants und Boutiquen aneinanderreihen. Davon abgehend kann man nach Norden über die Insel bis zur Nordseite wo es einige Strände gibt durch schöne kleine Wälder und Dünen wandern. Hier gefällt es uns richtig gut, es herrscht eine angenehme Ruhe mit etwas Tourismus aber davon auch nicht zu viel. Terschelling oder Texel scheinen doch deutlich mehr besucht zu sein.



Nach der Rückfahrt über Makkum, Stavoren sind wir am Wochenende wieder in Lelystad.


Am letzten Morgen kommen uns Claudia und Martin besuchen und wir haben ein wunderbares Frühstück gemeinsam was einen tollen Abschluss dieses 2-wöchigen Urlaubs einleutet.
