Segler wissen natürlich mehr als gut was das Wort bedeutet, aber für die Nicht-Segler eine kurze Erklärung. Antifouling ist eine Farbe die einmal jährlich, bevor das Boot wieder ins Wasser kommt, auf den Rumpf für den Bereich unter der Wasserlinie gestrichen werden sollte. Dieser hat eine abweisende Wirkung gegenüber Bewuchs, Schnecken und anderen Organismen, die sich ansonsten auf dem Rumpf des Bootes festsetzen. Es gibt unterschiedliche Arten von Antifouling. Die GFK Rümpfe der Segelboote nehmen meistens ein selbstpolierendes Antifouling welches sich während der Fahrt selber abträgt und dadurch den Bewuchs hemmt.

Da auch wir bald ins Wasser gelassen werden, wird es Zeit Auryn einen neuen Unterwasseranstrich zu verpassen. Wir machen uns also mal wieder auf in die Flevo Marina. Als wir am Boot ankommen, steht es übrigens nicht mehr zwischen den anderen hunderten von Booten auf dem Parkplatz sondern neben den Werfthallen. Das ist ein gutes Zeichen, heißt es doch dass die Werft angefangen hat die Aufträge abzuarbeiten.

Im ersten Durchgang kommt der Wasserpass dran, das ist der schicke weiße Streifen der den unteren Rumpf von dem oberen Rumpf trennt. Die Abkleberei des Streifens dauert fast länger als das Streichen selber.

Etwas schwieriger ist eine Woche später das Unterwasserschiff selber. Der alte Belag ist nicht mehr im besten Zustand und blättert an einigen Stellen ordentlich ab. Das ist nicht grundsätzlich schlimm. Man kratzt es mit einem Spachtel ab und schleift danach mit der Hand kräftig nach, damit die Übergänge glatt werden. In diesem Fall ist es aber schon grenzwertig. Wir werden in den nächsten 1-2 Jahren das Boot aus dem Wasser holen müssen, und vor dem Anstrich den Rumpf einmal komplett abschleifen.

Dann hatten wir noch ein paar unschöne Macken an den Seiten. Zum Glück war noch etwas von der blauen Farbe vom letzten Anstrich übrig mit der die ausgebessert werden konnten. Eine ging tragischerweise mitten durch den Delfin, ist aber fast wieder behoben (Das Weiß kommt nächste Woche dran).

Übernächste Woche geht es zurück ins Wasser und dann ziehen wir auch auf das Boot ein. Bevor es dann losgeht ist aber noch eine Menge zu tun wie diverse Kleinreparaturen, einige Verschönerungen und putzen, putzen und putzen….

Jetzt hoffen wir mal, dass die Werft auch mit den Aufträgen fertig wird. Ein Teil ist schon erledigt, aber der Elektriker und der Ankerkasten vorne sind noch nicht fertig. Mit Letzterem wird es zeitlich knapp werden aber das können wir zur Not auch unterwegs irgendwo erledigen.

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