
Käringön
Als nächstes Ziel wurde uns die Insel Käringön ans Herz gelegt. Diese ist knapp 4h segeln weiter nördlich und soll in Vielem den typischen Schwedenklischees mit roten schicken Holzhäusern, kleinen Häfen und natürlich den Schärenfelsen entsprechen. Hinzu kommt noch, dass sich das Hoch über Skandinavien endgültig festgesetzt hat und die nächsten 2 Wochen über 20° verspricht. Was will man denn eigentlich noch. Auf der Insel leben permanent etwa 80 Menschen und es gibt ein paar Restaurants, eine Kneipe und einen Supermarkt. Als wir nach einem sehr gemütlichen Segeltag im kleinen Hafen ankommen sind hier nur noch zwei andere Boote. Funktionierende Infrastruktur gibt es auch nicht wirklich, geschweige denn einen Hafenmeister. Es ist halt noch Nebensaison, auch hier soll in einem Monat deutlich mehr los sein. Aber ansonsten stimmen die Klischees. Eine erste Besonderheit entdecken wir nach der Ankunft, es ist der Supermarkt. Er hat 24/7 offen und ab Abends gibt es keine Angestellten mehr vor Ort. Man muss an Selbstbedienungskassen bezahlen und es wird anscheinend vertraut, dass man das auch tut.



Wir machen am nächsten Tag eine tolle Wanderung um die Insel herum. Der Ort besteht aus weit mehr Häusern, als für die 80 Einwohner. Das meiste scheinen Ferienhäuser zu sein, da sie zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch verlassen sind. Diese sind ziemlich durcheinander über die Insel verstreut und über viele kleine Wege miteinander verbunden, Autos gibt es nicht. Viele erinnern an Pipis Villa Kunterbunt nur in schicker und besser erhalten. Alle haben aber die typischen Holzfassaden und neben dem Schwedenrot gibt es auch viele weiße und ein paar gelbe Häuser. Im Süden der Insel gibt es dann wieder die Schären über die man ganz entspannt klettern kann. An einigen Stellen sind auch nette Badeplätze mit Leitern und Liegeflächen eingerichtet. Die Schweden sind ja auch ein Volk des gut vorbereiteten Picknicks wie man allerorts sieht. Und daran nehmen wir uns ein Beispiel und haben uns auch entsprechendes eingepackt was wir auf einer Bank mit Ausblick genießen.











Am Nachmittag geht der Skipper wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach, und sucht nach Ursachen für Wasser in den Bilgen. Von Außen eintretendes Wasser scheint im Griff zu sein, es kommt nur noch wenig durch den Ankerkasten hindurch nach Innen. Die Wassertanks wurden im Winter auf der Steuerbordseite zusätzlich abgedichtet und scheinen auch ok zu sein. Aber durch Regen und noch unbekannte andere Einflüsse kommt auf der Backbordseite am Bad manchmal etwas hinzu. Jetzt hat es in der letzten Zeit nicht mehr viel geregnet aber trotzdem hat sich unter dem Bad einiges angesammelt was nun entdeckt wurde. Alles wurde trocken gelegt und wir werden es weiter beobachten. Den Rest des Nachmittages verbringen wir mal mit Lesen in der Sonne….so kann es weitergehen. Morgen fahren wir nach Lysekil, dort müssen wir noch ein paar Besorgungen machen.