Wir haben eine relativ kurze Etappe in die Kleinstadt Lysekil hinter uns um ein paar Sachen zu erledigen. Der Motor muss dringend seine jährliche Wartung bekommen, und der Skipper hat dafür einen Tag eingeplant das mal selber zu erledigen. Als erstes gibt es einen Fußmarsch zum Volvo Penta Fachhändler der dafür alle Ersatzteile vorrätig hat. Los geht es frisch ans Werk, als erstes kommen die Dieselfilter dran. Die Vorfilter sehen schon garnicht mehr so sauber aus. Die Demontage und das Ablassen des Diesels müssen wirklich vorsichtig erfolgen, damit kein Diesel unter das Bett läuft. Den neuen Filter einbauen und die Dichtungen zu erneuern geht dann schnell. Ist eine ziemliche Sauerei klappt aber am Ende. Dann noch den Dieselfeinfilter am Motor tauschen der sich einfach abschrauben lässt. Wichtig ist dann das System zu entlüften damit der Motor keine Aussetzer bekommt. Dafür gibt es eine kleine Handpumpe am Motor mit der Diesel nachgepumpt werden kann bis keine Blasen mehr austreten. Anschließend wird noch der Impeller gewechselt, der das Kühlwasser aus dem Meer durch den Motor pumpt. Dann kommt der Test des Motors und alles läuft einwandfrei. Zuletzt wird vom warmen Motor und dem Getriebe noch das Öl abgepumpt, 9 Liter nachgefüllt und der Filter getauscht. So das war es, jetzt ist erstmal ein Jahr ruhe.

Das Städtchen Lysekil überrascht uns sehr positiv. Eigentlich ist es kein Hauptziel der Schwedensegler aber es gibt hier um die Stadt herum sehr schöne Ecken und Landschaften zu entdecken. Wir machen an beiden Tagen mehrere Spaziergänge, und entdecken zum Beispiel eine über 5km lange Promenade die um die ganze Halbinsel herumführt und komplett aus Holz gezimmert ist. Sie führt über die wunderbaren Schären die hier in der Gegend auffallend gelblich und rötlich leuchtend sind. Zwischendurch taucht immer wieder ein kleiner Hafen auf. Wie auch in den anderen Orten wo wir waren sind an den Stellen die ins Meer führen, auch immer wieder Einstiege ins Meer mit Liegeflächen davor. Hier könnte man es auch länger aushalten.

Wir wollen weiter in den Norden und als Abwechslung mal wieder eine einsame Bucht suchen. Eigentlich war das Ziel die Insel Otterön, aber weil der Wind uns nur langsam voran brachte haben wir spontan die Insel Gluppö etwa 5sm vorher angesteuert. Es sind eigentlich zwei Inseln die innen eine herrliche Ankerbucht gebildet haben. Wir haben Glück, von den 4 Bojen sind 2 noch frei und wir können uns das Ankern sparen. Am Abend sind es 6 Boote die in der Bucht liegen. Kaum zu glauben, aber in Spitzenzeiten im Sommer sollen hier bis zu 200 Boote ankern oder an den Felsen am Rand festmachen. Es geht doch nichts über die Nebensaison (vor allem wenn es 24° sind). Wir setzen mit dem Beiboot über und laufen über die eine der beiden Inseln auf die andere Seite. Dort haben wir einen phantastischen Ausblick (siehe Titelbild). Es gibt überhaupt keine Wanderwege oder ähnliches, daher war das klettern etwas mühsam aber es hat sich gelohnt. Den lauen Abend genießen wir im Cockpit….so kann es weitergehen.

Morgen geht es weiter zum Kosterhavet Nationalpark unsere letzten Station in Schweden.

2 Antworten zu “Über Lysekil nach Gluppö”

  1. Sieht so aus als hättest du dir jetzt das Volvo Pentax Diplom erarbeitet 👍. Ansonsten sieht es nach einem kleinen Paradies aus mit fantastischen Farben. Vor allem das Himmelsblau haut einen um. Enjoy🙏

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