Unsere letzte Station der wunderschönen westschwedischen Gebiete ist der Kosterhavet Nationalpark kurz vor der norwegischen Grenze. Wir dümpeln uns am Ende etwas langsam aber stetig hier hinauf und kommen in einer sehr schönen Ankerbucht auf der Ostseite der Südinsel an. Der Anker fällt auf 5m Tiefe und sitzt im ersten Anlauf gut und sicher. Am Abend sind in der Bucht 13 Boote, die meisten davon aus Norwegen (dazu später noch mehr). Der Kosterhavet NP besteht aus einer Nord und einer Südinsel und ist auf der einen Seite ein geschütztes Gebiet und auf der anderen Seite haben wir mit den Wassersport und Badeaktivitäten kaum Einschränkungen gesehen. Insgesamt umfasst er 365 km2 also hauptsächlich die Wassergebiete. Es gibt hier sogar Kaltwasserkorallen die geschützt werden. Wir machen am Abend noch einen kleinen Spaziergang auf der Südinsel bis zum Hafen im Norden und gönnen uns danach etwas gediegen Fish & Chips in einem Strandrestaurant.

Zurück zu den Norwegern und warum die gerade hier so zahlreich unterwegs sind. Im Restaurant fällt auf, dass einige sogar kleine Blumentöpfe mit einer norwegischen Fahne reingesteckt mitbringen und sich auf den Tisch stellen. Sehr komisch, am Strand wurde gegrillt und auch diese Gruppe hatte um ihren Platz herum die Landesfähnchen in den Boden gesteckt. Google brachte dann die Auflösung. Der 17. Mai ist norwegischer Nationalfeiertag, es wurde am 17.05.1814 die Verfassung unterschrieben. Das scheint wichtig zu sein wenn so viele Nationalflaggen überall verteilt aufgestellt werden.

Den Samstag nutzen wir dann für eine Wanderung um die gesamte Südinsel, und haben am Ende 15km in den Stiefeln. Der Weg ist wunderschön und sehr abwechslungsreich. Es geht erst am Strand entlang, dann kommen die unvermeidlichen Schären mit den Klippen. Dann geht es in den Wald (mit sehr gefräßigen Moskitos) und über Felder und Wiesen bis zum Hafen. Wir sitzen draußen in der Sonne mit Eis und Kaffee und finden das im Moment alles echt prima läuft. Zwischendurch kommen wir immer wieder durch kleine Siedlungen, wo an allen Ecken und Ende gewerkelt wird, um Häuser und Gärten fit für den Sommer zu machen. Am späteren Nachmittag gibt es an Bord noch etwas Bundesliga mit einer kleinen Meisterfeier an Bord.

Unten ein kreatives Beispiel wie man sich die Zeit vertreiben kann wenn kein Wind ist.

Unser Fazit für die westschwedischen Schären ist ein dicker Daumen hoch. Wunderschöne Inseln, nette Städtchen, kleine Buchten, viele Wandermöglichkeiten und auch drum herum alles was das Seglerherz begehrt. Bei uns kamen noch zwei sehr glückliche Umstände hinzu, das grandiose Wetter und die Vorsaison. Im Hochsommer ist hier alles überlaufen und wahrscheinlich nicht mehr ganz so bezaubernd. Wer von den Seglern auch mal Lust dazu hat, fliegt am besten nach Göteborg und mietet sich dort ein Boot. Innerhalb eines Segeltages kommt man mitten in die Schären hinein.

Morgen geht es über den Skagerrak zum ersten Mal Richtung Westen zur Südküste nach Norwegen.

Eine Antwort zu “Die Perle Kosterhavet National-Park”

  1. Hallo Ihr Lieben! Das sieht ja wirklich traumhaft aus, wie schön, dass es zur Zeit so tolles Wetter ist. Ich werde sehr inspiriert und plane für die Zukunft einen Ausflug an die die westschwedische Küste, auch wenn ich es ohne Segelboot machen werde. Viel Vergnügen in Norwegen!

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