
Die Riesin von Rathlin Island
Nachdem wir uns gebührend von Schottland verabschiedet haben, geht es weiter hinunter nach Nordirland. Die erste Station die uns lockt, ist eine kleine unscheinbare Insel namens Rathlin Island. Der Sage nach ist hier die Mutter des Riesen Finn verunglückt, als sie sturzbesoffen mit einem Sack voll Landschaft (Rathlin) auf der Schulter nach Schottland unterwegs war, worauf diese Insel entstand. Rathling Island hat nur noch etwa 75 Einwohner aber im Gegensatz zu Fair Isle z.B. etwas mehr an Infrastruktur. Es gibt einen organisierten Hafen mit Hafenmeister, einen Pub, einen Lebensmittelladen und sogar eine Schule. Wir entdecken auch eine Menge gut erhaltener Häuser die wahrscheinlich vermietet werden. Nachdem wir im Hafen gut vertäut sind, geht es schon bald in den Pub das EM Finale schauen. Anscheinend haben es die Nordiren in der Gegend nicht so mit den Engländern. Als Spanien das Siegtor schießt, grölt der ganze Laden. Wir erkunden die Insel natürlich mit einer langen Wanderung über die Klippen und sind sehr begeistert. Es gibt auch nach längerer Zeit mal wieder eine Seelöwen Kolonie und natürlich tausende von Seevögeln.









2 Tage später ist der Wind günstig und wir unternehmen einen langen Schlag runter Richtung Belfast. Die Strömung zwischen Rathling Island und dem Festland um die Nordostecke der irischen Insel herum ist extrem stark, so dass wir nur bei Ebbe auslaufen können um den Strom mit uns zu haben. Ebbe ist erst am Mittag und entsprechend wird es ein später aber dafür sehr schneller Törn. Wir schaffen einen neuen Geschwindigkeitsrekord und fahren (durch 3kn mitlaufendem Strom) insgesamt über 9kn schnell. Wir kommen abends kurz vor Sonnenuntergang in Carrickfergus im Segelhafen an, einem Örtchen 20km vor Belfast.