
Eine Woche Familienurlaub in NYC
Unser Apartment liegt in Jersey City direkt neben Manhattan, nur ein paar Kilometer Luftlinie. Meine Mutter Christiane und unsere Kinder Niklas und Marlene landen pünktlich in Newark am Mittag. Groß ist die Freude, wir werden die nächsten 2 Wochen zusammen in New York und weiter nördlich in Rhode Island verbringen. Unser Apartment ist sehr geräumig, liegt aber leider an einer ordentlich befahrenen Hauptstraße. Zum Glück sind die Zimmer alle nach hinten raus, dann ist der Straßenlärm erträglich.
Los geht es mit dem Programm am Sonntagmorgen. Wir fahren mit dem Auto nach Harlem und wollten eigentlich einen Gospelgottesdienst in einer Kirche besuchen. Die war dann aber so laut und voll, dass wir wieder gegangen sind. Dafür machen wir einen wunderschönen Spaziergang durch Harlem bis zum Hudson River, zurück streifen wir den Central Park. Im Gegensatz zur Woche ist die Stadt am Sonntag wie verwandelt. Es ist sehr ruhig und alle Leute sind entspannt mit Kind und Kegel unterwegs. Wir hoffen, dass es die Verkehrssituation zulässt und versuchen mit dem Auto (wann hat man schon mal so einen Luxus) quer hinunter durch Manhattan bis zur Südspitze zu fahren und dabei alle Highlights wie 5th Avenue, Times Square usw. abzuklappern. Da die drei noch nie hier waren, ist es wirklich aufregend. Unten an der Südspitze wurde der Verkehr dann so chaotisch, dass wir die Sightseeing-Tour abgebrochen haben und zurück nach Jersey gefahren sind.








Am Montag fahren wir mit der Fähre von Jersey direkt rüber zur Südspitze und besuchen Ground Zero. Natascha und ich waren vor 8 Jahren schon mal hier, aber es ist immer wieder ergreifend, die beiden Löcher der Türme mit dem hineinfließenden Wasser und den Namen der vielen Opfer drum herum zu sehen. Inzwischen sind auch alle Gebäude, Bahnstationen und die vielen Gedenkstätten fertig, so dass normaler Alltag herrscht. Wir schlendern weiter zur unvermeidlichen Wall Street und zum Charging Bull. Die Schlange, um sich mit dem Bullen fotografieren zu lassen, ist unglaublich lang. Zum Abschluss fahren wir noch mit der kostenlosen Fähre rüber nach Staten Island. Diese Insel ist der südlichste der fünf New Yorker Stadtbezirke und hat eigentlich nichts Weiteres zu bieten. Das Einzige ist die schöne Fahrt mit der Fähre, die auch an der Freiheitsstatue und Ellis Island vorbeifährt.








Es gibt keine Ruhepause, wenn man schon mal in der niemals schlafenden Stadt ist, will man auch möglichst viel sehen. Heute nutzen wir die dritte Möglichkeit, die es gibt, um von Jersey nach Manhattan rüberzukommen. Wir fahren mit dem Bus. Die Linie hält ganz in der Nähe von unserem Apartment und fährt fast bis zur Penn Station. Von dort laufen wir die High Line hinunter und fahren dann ein Stück mit der U-Bahn tiefer in die Stadt rein. Es gibt mitten in der Stadt nicht nur den Central Park, der etwas Grün und Ruhe verspricht, sondern viele weitere kleine Parks, in denen was los ist. Auf den Bänken sitzen Musiker, Leute, die ihre Mittagspause mit eine Lunch verbringen, und natürlich auch viele Touristen. Es sind Orte zum Wohlfühlen und Entspannen, in denen man dem Lärm etwas entfliehen kann. Zum Abschluss vom mittleren Manhattan fahren wir heute noch kurz an die Ostseite zur Uno. Da ist aber alles so abgesperrt, dass es sich nicht wirklich lohnt.






Bei einem New York Besuch darf man auch einen Spaziergang durch Soho und Greenwich Village nicht auslassen. Das ist die alternative Ecke von New York, und man sieht viele Galerien, Cafés und kleine Läden. Insgesamt ist es aber auch hier ziemlich laut vom Dauerverkehr und an dem Tag auch ziemlich heiß. Wir flüchten zwischendurch in einen klimatisierten Starbucks zur Erholung. Richtig Party ist im nahegelegenen Little Italy. Über mehrere Straßen zieht sich ein riesiges Fest, wo man fürstlich auf der Straße speisen kann. Die Chinesen im benachbarten Chinatown versuchen es nachzumachen, was aber nicht so gut gelingt. Es sind ein paar Stände aufgebaut, aber dort sind bei weitem nicht so viele Leute.




Den Abschluss der Woche bildet ein Tag in Brooklyn und auf Coney Island. Dies ist der südliche Bereich von Brooklyn und wird durch einen historischen Vergnügungspark und einen riesigen langen Strand geprägt. Dazwischen gibt es eine sehr nette, lange Holzpromenade mit diversen Fressbuden. Marlene geht direkt im warmen Atlantik schwimmen. Zu einer Karussellfahrt lassen wir uns nicht hinreißen, aber man kann wunderbar die Promenade auf und ab spazieren gehen. Auf der Rückfahrt steigen wir vor der Brooklyn Bridge aus. Da die Sonne bereits untergeht, laufen wir (und hunderte andere) über die Brücke nach Manhattan in die Dunkelheit hinein und sehen das Lichtermeer angehen. Als wir drüben ankommen, ist es dunkel. Wir fahren mit der Fähre wieder zurück nach Jersey und haben die beleuchtete Skyline in ihrer ganzen Pracht vor uns, New York ist echt aufregend.






Unser nächstes Ziel ist Richtung Norden das Städtchen Newport in Rhode Island. Leider kommt Marlene nicht mehr mit weil ihr Studium bald losgeht.
Noch ein Update zum Blitzeinschlag auf Auryn. Die Versicherung versucht derzeit, einen Sachverständigen zu finden, der sich den Schaden vor Ort ansehen kann. Bisher hatten Sie damit jedoch keinen Erfolg. Trotzdem haben wir die Freigabe bekommen, die Werft schon mal mit der Reparatur beginnen zu lassen. Das ist wichtig, da wir ansonsten noch mehr Zeit verlieren würden und die Werft Liegegebühren in Rechnung stellen würde, wenn sie nicht am Boot arbeiten dürfte. Übrigens ist laut Statistik die Wahrscheinlichkeit, an der Ostküste von einem Blitz getroffen zu werden, ca. 0,3% pro Jahr. Echt übel, dass ausgerechnet wir davon betroffen sind…