
Letzter Beitrag aus Annapolis!?
Wir hoffen es doch mal sehr, so schön die Stadt auch ist, so sehr freuen wir uns darauf, weiterzufahren. Ganz fertig wurde unser Elektriker Brandon dann doch nicht letzte Woche, aber die Restarbeiten sollten in hoffentlich zwei Tagen erledigt sein. Spannend war der Mastwalk, der wegen zu viel Wind abgesagt wurde und dann am Tag darauf mittels Kran stattfand. Dafür musste Auryn in die Box zum Rauskranen reingeschoben werden, und Brandon hat den halben Tag im Mast verbracht, um die neue Funkantenne einzubauen und neue Lampen und Lichter zu installieren. Dann wurde noch der neue Batteriemonitor sehr schick mit Bluetooth eingebaut und ein neues AIS (Automatisches Identifikationssystem) eingebaut. In der Zeit habe ich selber den Autopiloten im Hafenmodus kalibriert und die Tiefenanzeige eingestellt. Die Motoranzeige im Cockpit wurde auch ersetzt, und so gingen die Tage schnell rum. Was noch fehlt, sind die kaputten Dioden im Schaltpanel zu ersetzen und ein paar Kabel dahinter zu richten. Spannend wird es noch, wenn die Rechnungen der Werft eintrudeln. Die Versicherung hat durch das Gutachten ein gewisses Budget genannt, welches die Werft vermutlich nicht einhalten wird. Mal sehen, wie sich das regelt.




Wir stehen die Woche immer früh auf und beeilen uns mit dem Frühstück, da die Werft ab 08.00 Uhr anfängt zu arbeiten und wir dafür von Bord gehen, um nicht zu stören. Manchmal gehen wir in die Stadt und testen unterschiedliche Cafés und nehmen uns was zu lesen mit. Dann machen wir eigene Besorgungen, und einmal haben wir einen netten Ausflug gemacht. Gar nicht weit ist der Quiet Water Park, in dem der Herbst sich langsam in den Winter verwandelt. Nach Volker und Carla von der Momo sind inzwischen auch Claudi und Uli von der Paloma Grande eingetroffen. Das führt dazu, dass wir uns fast jeden Abend irgendwo treffen und zusammen essen, trinken und Spaß haben. Traurig sind wir, als beide Crews gegen Ende der Woche abfahren und sich auf in den Süden machen. Wir müssen noch hier in der Kälte etwas ausharren.





Am nächsten Wochenende nutzen wir den Steg, an dem wir liegen, voll aus. Wir haben uns neue Solarpanelen bestellt, um die schwächelnde Elektrik etwas aufzupeppen. Wir haben jetzt 600W statt 320W. Es geht gut los, eine der drei Panelen war beim Transport im UPS Shop runtergefallen und zerbrochen. Toll, jetzt muss das Ding zurückgeschleppt und ein neues bestellt werden. Das kommt zum Glück schon zwei Tage später an, und so steht der Montage nichts mehr im Weg. Die alten Panelen ließen sich ziemlich gut abschrauben, und die neuen konnten wir einfach oben auflegen und erst mal mit Kabelbindern und Schnüren fixieren. Die Stecker sind erstaunlicherweise die gleichen, und so war es Plug & Play. Die neuen sind etwas länger, aber das hat der Rahmen aufgefangen. Jetzt haben wir hinten 30 cm Überstand. Die Schrauben konnten alle wiederverwendet werden, wir mussten nur noch ein paar Bügel zur Montage besorgen. Es ging alles gut, nur der Starkwind am Sonntag hat uns das Leben etwas schwerer als nötig gemacht. Die Teile drohten vor dem Verschrauben zwischendurch runterzufliegen. Das Ergebnis überzeugt: Der Tag war sonnig, und wir produzieren jetzt mehr als doppelt so viel Strom.



