Wir kommen so langsam in die Startlöcher. Es gibt schon seit Beginn des Projektes eine To do Liste und eine Einkaufsliste mit mehr oder weniger dringenden Teilen die wir für die Fahrt brauchen. Einige Dinge werden auch auf die lange Bank geschoben weil wir vielleicht noch nicht so sicher sind ob oder ab wann wir die brauchen. Ein gutes Beispiel ist dafür die Windfahnensteuerung (teuer) oder ein Wassermacher (sehr teuer). Wir fahren erstmal ohne los und werden unterwegs schauen wie notwendig wir die Investitionen dafür finden. Es gibt viele Boote die fahren jahrelang ohne solche Systeme, die den Komfort erhöhen oder den Energieverbrauch des Autopiloten reduzieren und kommen auch gut klar. Alternativ hatte ich auch überlegt einen Hydrogenerator hinter dem Boot herzuschleppen. Der gleicht den Energieverlust während der Fahrt auch in der Nacht locker aus. Aber auch den können wir unterwegs noch anschaffen wenn es denn sein muss.

Wichtige Punkte auf der Liste betreffen die Sicherheitsausrüstung. Da wären zum Beispiel eine Rettungsinsel ohne die man auf keinen Fall eine längere Strecke über das offene Meer fahren sollte. Weiterhin waren die üblichen Rettungsmittel wie Leuchtfackeln, Leuchtraketen, Rauchtöpfe oder Feuerlöscher unbedingt nötig, da die vorhandenen seit einigen Jahren abgelaufen sind.

Und dann gibt es noch das Thema Kommunikation auf dem offenen Meer. Die meisten haben ein Satellitentelephon oder ein Iridium Modem dabei mit dem man zum einen natürlich einen Notruf absetzen kann oder auch für solche Fälle erreichbar ist. In letzter Zeit kommt bei Seglern Starlink in Mode mit dem man auf dem offenen Meer Internet in Höchstgeschwindigkeit genießen kann. Dieses ist für Segelboote relativ teuer und daher nutzen viele die billige stationäre Version. Es ist aber unklar wie lange das noch für Segelboote in Fahrt toleriert wird. Außerdem nutzt einem Starlink in der Rettungsinsel auch nichts da die Antenne fest auf dem Boot installiert ist. In diesem Fall kommt man um ein Satellitentelefon oder Modem nicht herum. Wir entscheiden uns für ein Iridium Go exec Modem welches relativ neu ist und in etwa so schnell wie das gute alte ISDN empfängt aber für Textnachrichten, Mails oder Wetterdaten reicht es allemal. Starlink wird auch erstmal auf die lange Bank geschoben.

Und dann gönnen wir uns noch 2 Klappräder um unterwegs etwas mobiler zu sein. Diese lassen sich soweit zusammenklappen, dass sie hinten in die Backskisten reinpassen.

Die Todo Liste wird auch langsam kürzer, die meisten Dinge erledigen wir selber in der Woche an Bord bevor es losgeht oder werden von der Werft ausgeführt.

Nächste Woche geht es wieder zum Boot um den Rumpf mit Antifouling zu streichen und noch ein paar Masse zu nehmen und einige Dinge schon mal an Bord zu bringen.

2 Antworten zu “Das Shoppen geht weiter”

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