Nachdem wir Anholt in aller Frühe um 06.00 Uhr verlassen haben möchten wir nach Schweden weiterfahren. Die Etappe funktionierte besser als es die Windvorhersage prognostiziert hat, wir waren schon am frühen Nachmittag am ersten Ziel. Das bekannte Segelrevier dort sind die Westschwedischen Schären. Ein Gebiet was sich ab Göteborg die gesamte Westküste bis Strömstad kurz vor Norwegen hinaufzieht. Es besteht aus tausenden von Inseln, die meistens aus kargen abgeschliffenen Felsen mit etwas trockenem grün innen bestehen. Fast alle Inseln haben kleine Buchten und sind sehr zerklüftet. Genau das macht den Charme aus, die raue wilde Schönheit mit den bekannten roten Häusern. Direkt die ersten beiden Ziele die wir uns ausgesucht haben sind echte Treffer. Als erstes landen wir auf einer Insel mit dem lustigen Namen Mönster. Dort gibt es zwei Mooringbojen für Gäste in einer traumhaften Bucht und wir haben Glück, eine ist noch frei. Die Bojen sind fest mit dem Boden verankert, und man verbindet seine Seile einfach mit der Boje. Per Beiboot geht es rüber auf die Insel, die bis auf ein paar Häuser fast unbewohnt ist. Wir konnten um die wunderschöne Bucht herumlaufen, über die Steine klettern und waren nach dem langen Segeltag froh die Beine vertreten zu können. Am Abend noch dem Schwarz-Gelben Aktienclub erfolgreich die Daumen gedrückt und dann haben wir so um die 10h geschlafen.

Am nächsten Morgen geht es nach einem gemütlichen Frühstück weiter die nächste Insel entdecken. Diese heißt Vinga und hat sogar einen kleinen Hafen. Die Fahrt ist diesmal etwas kürzer und lässt sich wieder fast komplett segeln. Zwischendrin müssen wir durch ein Feld von über 12 auf Reede liegenden Riesencontainerschiffen, die alle auf Abfertigung in Göteborg warten. Das war teilweise nicht unspannend da das ein oder andere Schiff plötzlich losfährt oder sich ein zweites Schiff daneben stellt (vielleicht zum tanken?, keine Ahnung). Vinga hat einen sehr kleinen Naturhafen mit Anlegestegen und wir sind das zweite Boot dort. Auch diese Insel lässt sich gut zu Fuß erkunden und wir klettern über Stock und Stein. Es gibt dort ein paar Häuser mehr und sogar eine Kirche die wie eine Pyramide aussieht. Wir finden auch noch eine Wetterstation und ein kleines Museum. Insgesamt gefällt uns die Landschaft sehr gut gerade weil sie etwas speziell ist. Das Schwedenklischee wird hier auf jeden Fall bestens bedient.

Morgen geht es schon weiter nach Marstrand, dem Segelmekka von Westschweden. Wir sind gespannt, die Einsamkeit hat dort wahrscheinlich ein Ende.

7 Antworten zu “Westschwedische Schären”

  1. Mein lieber Jan,
    ich finde alles ganz fantastish, was ihr euch traut. Und, es sei mir erlaubt, denn ich kenne Dich seit ca. 40 Jahren: ich denke, ich habe Dich noch nie so konstant glücklich gesehen, wie auf den Fotos, die Du von eurer Reise postest. Das ist ja erst der Anfang! Und das freut mich wirklich so verdammt viel, dass ich jetzt noch ein Bierchen auf euch trinken werde. Ist wirklich so!
    Ihr seid ein absolut tolles Team!
    Umarmung a los dos!

  2. Das liegt an dem tollen Boot. Wenn ich mir Fotos von unseren Reisen mit Auryn anschaue, habe ich auch immer ein Lächeln im Gesicht 😀, außer wenn ich mal wieder die Elektrik repariere🙈.
    Tolle Landschaft, die Einsamkeit und Ruhe hätte mir auch gefallen 😀.

    Alles richtig gemacht, Enjoy🙏

  3. Das ist ja kaum auszuhalten, so schön sind die Bilder 😍! Liebe Grüße an euch zwei Glückspilze

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