Wie erwartet ist Marstrand eine andere Welt als der Teil der Schären die wir bisher kennengelernt haben, man sagt quasi das St. Tropez der westlichen Schären. Die Stadt besteht im Prinzip aus zwei Inseln die über eine Fähre miteinander verbunden sind. Wir sind im Segelhafen auf dem östlichen Teil und kommen uns zwischen den großen und meistens auch deutlich jüngeren Booten etwas anders vor. Auffällig ist, dass die deutlich Mehrzahl der Boote keinen Mast hat, also reine Motorboote sind. Das ist im Prinzip nicht so unser Dingen aber die paar Tage werden wir uns damit arrangieren können. Zum Glück ist noch Vorsaison, man bekommt problemlos einen Platz im Hafen und die Umgebung ist nur mäßig voll. Und natürlich schick ist es hier, auch die Leute machen einen gediegenen Eindruck. Nachdem wir den Segelhafen zum ersten Mal verlassen haben und eine Wanderung über die Insel machen, verfliegt der skeptische Eindruck sehr schnell. Es ist wunderschön, die Wege über die Schären und durch die Wälder sind sehr natürlich angelegt und man hat phantastische Ausblicke über die vielen Buchten. Wir laufen fast 17.000 Schritte über Stock und Stein und gehen am Nachmittag noch um die Burg Carlsten herum, die über diesem Teil der Stadt auf der Inseln Marstrandsö thront. Am Abend bekommen wir Besuch von Nataschas alter Arbeitskollegin Rita und ihrem Mann Lars die seit über 16 Jahren in Schweden leben und arbeiten. Wir gehen nett zusammen essen, klönen über die alten Zeiten und haben einen sehr schönen Abend gemeinsam.

Am nächsten Tag wollen wir die andere Insel der Stadt erkunden, die den interessanten Namen Koö trägt. Auch hier gibt es einen Rundweg der um die Insel führt. Die Schären auf dieser Seite sind noch mal etwas zerklüfteter und wir haben nicht nur einmal den Weg verloren und mussten wieder umkehren. Am Ende ist es aber an vielen Stellen dann auch wieder dem Klientel auf den Inseln gerecht gemacht worden, die unwegsameren Stellen sind mit Holztreppen und Stegen zum einfacheren Laufen ausgestattet. Trotzdem hat es uns sehr gut gefallen was auch an den wenigen Leuten liegt die zur Zeit hier sind. Im Hochsommer möchten wir eher nicht hier sein. Was den guten Eindruck unterstützt ist das Wetter, volle Sonne und 18°, echt super. Am Abend kommt dann wieder Besuch. Nataschas alte Freundin Theresa die seit Ewigkeiten in Schweden lebt, ist die weite Strecke von Örebro herübergekommen und bleibt auch über Nacht.

Morgen geht es weiter zur Insel Karingön.

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