Um 08.00 Uhr, nach einer wunderbaren Nacht mit 8h Schlaf am Stück, wurden wir morgens erstmal von der Wasserpolizei geweckt, die uns von unserem Ankerplatz vertreibt. Wir stehen zu nah an der Fahrrinne und die dicken Frachter können dort nicht wenden. Da es auch bei Tageslicht ziemlich voll ist, wissen wir nicht so recht wo wir hinsollen. Da kommt ein Boot mit 2 Typen an und geleitet uns zu einer freien Boje. Super, die nehmen wir. Später fahren wir mit unserem kleinen Boot zum Ort Palmeira und werden am Strand von jungen Männern empfangen, die für das Aufpassen und Entsorgen des Mülls 2€ nehmen. In den Seglerhinweisen wird empfohlen darauf einzugehen, da man wirklich sicher sein kann, dass dann auch nichts passiert. Wir schauen uns erstmal den Ort an und sind ganz angetan. Er erscheint ursprünglich, nicht zu touristisch und halt afrikanisch. Die Insel Sal ist wahrscheinlich die bekannteste Insel der Kapverden, weil es hier direkte Flugverbindungen nach Europa gibt und im Süden der Ort Santa Maria ein Urlaubsmekka für Pauschaltouristen ist. Wir gehen erstmal eine SIM Karte besorgen und danach zur Polizei und Zoll zum einklarieren. Auch hier sind die Beamten sehr nett und der Vorgang in 30min erledigt.

Da die Seglerbeine dringend bewegt werden müssen, machen wir uns noch auf in die Hauptstadt von Sal namens Espargos. Wir fahren mit einem der vielen Minibusse dorthin. Espargos ist erstaunlich modern und hat einen schönen Innenstadtbereich, den wir rauf und runter abklappern. Blöd ist am Abend, dass wir schon wieder vertrieben werden. Die Boje an der wir hängen gehört anscheinend jemand anders, und der hat sie für einen riesigen Katamaran reserviert der gerade im Anflug ist. Toll, da haben wir uns von den Typen heute morgen übers Ohr hauen lassen und die Boje leider schon bezahlt. Das scheint hier gang und gebe zu sein, dass es Stress wegen den Bojen gibt. Wir ankern jetzt auf jeden Fall.

In den nächsten Tagen wird die Todo Liste Schritt für Schritt abgearbeitet. Dazu gehört u.a die Windfahne wieder gängiger zu machen, ein paar Seile und Verbindungen auszutauschen und den Sitz der Ankerkralle zu verbessern die dafür sorgt, dass die Kette nicht voll auf der Ankerwinsch zieht. Eine etwas aufwändigere Geschichte könnte unsere Steuerung werden die in der Säule Geräusche macht, und auch der Einbau des neuen Geschwindigkeits- und Tiefensensors. Am Abend machen wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergangsspaziergang.

Nach der ganzen Maloche an Bord ist erstmal wieder ein schöner Ausflug dran. Wir fahren mit den inzwischen gewohnten Minibussen in den Süden von Sal nach Santa Maria. Es heißt hier gibt es karibische Strände und viele Hotels und Touristen halt. Wir werden positiv überrascht. Die Strände sind ein Traum und das drum herum ist sehr nett. Die Beachbars sind angenehm gestaltet, es gibt gemütliche einfache Restaurants, alles wirkt ziemlich natürlich und die Hotels sind maximal 2 Stockwerke hoch. Natürlich sind alle paar Meter Souvenirverkäufer und überall werden Wassersport und sonstige Aktivitäten angeboten. Wer mal 1-2 Wochen Strandurlaub in nettem Ambiente machen möchte, wird sich hier vermutlich sehr wohlfühlen. Wir haben es ausprobiert und auch länger am Strand in Badesachen auf unseren Handtüchern gelegen. Und ganz wichtig, das Motto auf den Kapverden ist „No Stress“. Steht an jeder Ecke geschrieben und wird auch so umgesetzt. Alles ist extrem entspannt hier.

Wir werden noch bis zum Wochenende auf Sal bleiben und dann nach Mindelo weiterfahren. Der Törn dauert noch mal über Nacht ca. 24h.

6 Antworten zu “Heiße Tage auf Sal”

  1. Hallo ihr Zwei, das hört und sieht sich ja richtig gut an. Fast schon karibisch.

    Natascha hat uns mit ihrer Sprachnachricht richtig neugierig gemacht. Das könnte sehr gut unser nächster Herbsturlaub werden. Jetzt brauchen wir von euch nur noch einen Hoteltipp.

    Liebe Grüße von den Gards

  2. Hallo grüß aus THK Logistik,

    Ich wünsche euch beiden viel Spaß in Mindelo, dort bin ich geboren..

    Mit freundliche Gruß

    Osvaldo

    • Hallo Osvaldo, ich erinnere mich 👍
      Aber was machst du in Düsseldorf, hier ist es doch viel schöner und wärmer vor allem ?!
      Viele Grüße aus Mindelo auch an die Kollegen von Jan

  3. Liebe Natascha, lieber Jan,

    heute komme ich endlich mal dazu euren Block on eurem Segeltörn zu lesen, bis zum letzten Tag auf Sal bin ich gekommen und bin ganz geflasht. Wow, was für Eindrücke, die ihr bekommt. Ich bewundere euren Mut für so ein Projekt. Ich drücke euch die Daumen, dass alles gut geht und ihr gesund bleibt.

    Liebe Grüße Justus

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