Es ist ziemlich windig in der Ankerbucht von der wir in die Dominikanische Republik starten wollen. Trotzdem möchte der Skipper am Abend vorher schon mal den Spibaum an die Genua hängen. Der Wind wird die meiste Zeit ziemlich von hinten kommen und mit Spibaum können wir, wie auch schon bei der Atlantiküberquerung, deutlich direkteren Kurs fahren. Leider hat er die Rechnung ohne den Wind und das Seil welches die Furlex der Genua festhält gemacht. Das Seil war leider nicht richtig festgemacht und die Genua rauschte mit Spibaum im Wind komplett aus und fing an sich wild hin und her zu bewegen. Für einen kurzen Moment dachten wir es läuft außer Kontrolle aber dann ist der Spibaum vom Mast abgebrochen und wir konnten die Genua wieder einholen. Schöner Käse und so unnötig, aber weiter ist zum Glück nichts kaputt gegangen. Der Spibaum wird auf Deck festgezurrt und wir müssen halt konventionell in die Domrep segeln.

Die Tour geht über 250sm und dauert gute 2 Tage. Wir haben eigentlich von allem etwas dabei, von zähen Abschnitten in denen wir kaum voran kamen, bis zu wunderbarem flotten Segeln mit erträglicher Welle. Insgesamt mussten wir 5 mal halsen was besonders Nachts bei 5 Bft. herausfordernd ist. Die Nächte waren wegen Neumond sehr dunkel, aber die Küste von Puerto Rico hat uns ein bisschen Licht geschenkt. Wir kommen am Nachmittag pünktlich in die Bucht von Samana und passieren das Hotel in dem Susi und Jule am Tag vorher schon angekommen sind. Per Fernglas schaffen wir es uns zuzuwinken.

Am nächsten Tag geht es dann los die Behörden zum Einklarieren abzuklappern. Da wären die Armada, Immigration, Zoll und Hafenbehörde. Wir lernen am Steg William kennen, der sich etwas Geld verdient die Segler dabei zu unterstützen. 2 Stunden und 90 USD später sind wir dann offiziell eingereist. Wir lernen einen Vater mit seiner Tochter aus Berlin kennen, mit denen wir einen Kaffee trinken gehen. Wir haben echt nette Gespräche und die Krönung ist, dass die beiden uns mit Ihrem Mietwagen die 15km mit zu Susis und Jules Hotel nehmen. Groß ist die Freude endlich mal wieder vertraute Freunde zu treffen. Da wir als Gäste nicht mit auf die Anlage dürfen, laufen wir in den etwas chaotischen Ort und finden eine Chickenbude wo wir was essen und quatschen. Der Plan ist nun, dass die beiden noch bis zum Wochenende ihr Hotel genießen und dann für 10 Tage an Bord kommen. Wir klappern mit Auryn die Gegend hier ab, besuchen ein paar Traumstrände und einen Nationalpark im Süden der Bucht.

Wir schauen uns am nächsten Tag den Ort Samana etwas genauer an und starten auf einer kleinen Insel gegenüber der Stadt. Die Insel wirkt wie ein Lostplace aus den 70ern. Ziemlich runtergekommene Betonkonstruktionen und Wege führen über die Insel. Aber irgendwie hat es auch einen gewissen Charme wenn man sich vorstellt, wie das früher mit mehr Menschen hier mal war. Und von dort führt einen lange Brücke bis in die Stadt und wir bekommen die Beine gut bewegt.

Die Stadt selber ist nicht sehr aufregend außer die Lautstärke der Händler und in manchen Kaffees. Unglaublich, was die Leute für ein Verhältnis zu Lautstärke und der Musik aus den Boxen haben.

Wir machen am Nachmittag schon mal einen mittleren Großeinkauf, was hier in der Stadt gar nicht so einfach ist. Es gibt keine großen Supermärkte, dafür sind aber die Gemüsehändler auf den Märkten gut sortiert. Mit unseren 5 Tüten sind es gut 500m zum Dinghisteg aber natürlich hält direkt eines der kleinen Tuktuk Taxis an, und fährt uns direkt dorthin. Ziemliches Abenteuer die Fahrweise der Kollegen. Um den Kreisverkehr zu sparen fährt er halt ein Viertel davon in den Gegenverkehr und rauscht anschließend mit Karacho durch die Baustelle.

Da wir das Boot noch etwas vorbereiten müssen und kein Wasser mehr haben, fahren wir zum ersten Mal seit 2 Monaten wieder in eine Marina. Und in was für eine… nur ein paar Meilen entfernt ist ein Luxusresort, die einen Segelhafen angeschlossen haben. Und da es weit und breit keine Alternative gibt, müssen wir uns halt mal den teuren Spaß gönnen. So viel das auch kostet, im Vergleich zu vielen anderen Häfen in den wir waren, ist diese ihr Geld schon wert. Man darf die Pools, Gym und was es sonst noch hier alles gibt mitbenutzen und die Leute sind total nett. Wir nutzen das fließende Wasser und den Steg den wir hier haben, und putzen das Boot von vorne bis hinten und räumen so einiges hin und her.

Am Sonntag kommen dann Susi und Jule in die Marina und ziehen an Bord ein. Wir freuen uns total, nutzen die Annehmlichkeiten und lümmeln den ganzen Nachmittag am Pool rum.

4 Antworten zu “Besuch aus Wuppertal in Samana”

  1. Looks like a great trip we have been to the Dominican and the places you seen many times.

    Hope you’re enjoying the adventure are you headed to North America or back across the big pond?

    Your memories should last a lifetime therefore enjoy them

    Your friend Kurt from Canada

    Get Outlook for iOShttps://aka.ms/o0ukef


    • Hi Kurt, yes it is a great place here in Dominican Rep. today we are on the way to the Los Haitisis Park. In summer we are heading up the east coast and perhaps we come to Canada. I will let you know in any case. Regards Jan

  2. Hallo ihr zwei, gut, dass euch der schwingende Spibaum nicht noch verletzt habt. Alles Gute, und dass die Reparatur gut klappt!
    Herzliche Grüße von den INTIanern 🌈⛵️🌞

    • Hallihallo ihr beiden, schön mal wieder von euch zu hören. Euch scheint es ja auch gut auf Lanzarote zu gehen. Leider haben wir die Insel nicht mehr geschafft. Viele Grüße Jan und Natascha

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