
Die Leiden der Segler wenn sie nicht segeln können
Alle Angaben zu den Geräten und die Kosten wurden noch mal detaillierter an die Versicherung geschickt, und dort liegen sie jetzt bei einem Sachverständigen der überprüft. Leider haben wir noch kein Feedback, sodass wir ungeduldiger werdend immer noch auf die Freigabe warten. Auch die Werft scheint ungeduldig zu werden, ich hoffe, die schmeißen uns hier nicht raus. Der Rumpf von Auryn sieht nach den über 10.000 Seemeilen bis hierher entsprechend aus, von der bewuchshemmenden Farbe (Antifouling) ist nicht mehr viel übrig. Eigentlich war der Plan, dass wir im Oktober in Eigenregie die Farbe in einer Werft weiter südlich in Deltaville erneuern. Dafür läuft uns aber komplett die Zeit weg. Und da leider die Werft, wo wir jetzt stehen, eigene Arbeiten nicht erlaubt, müssen wir es wohl oder übel für relativ teuer Geld von denen machen lassen. So wie der Rumpf jetzt aussieht, können wir nicht noch die nächsten Monate weiterfahren. Wir haben uns ein Apartment gesucht, in dem wir die Zeit während Auryn unbewohnbar an Land steht, verbringen können. Die Staybridge Suites liegen eine gute halbe Stunde von Annapolis entfernt Richtung Washington. Das ist etwas ab vom Schuss, und deshalb haben wir auch das Auto noch mal verlängert, um die Zeit besser und sinnvoller verbringen zu können. Das Apartment ist ganz in Ordnung mit kleiner Kochecke, sodass wir auch selber kochen können.



Wir können trotzdem noch an Bord gehen und dort einige Sachen erledigen, wie zum Beispiel eine neue Gasflasche mit dem Auto besorgen, Fotos für die Versicherung machen und die ein oder andere kleine Reparatur erledigen, wie zum Beispiel neue Scharniere anbringen. Die Skipperin holt sich die Nähmaschine von Bord und näht sich eine neue Tasche. Ansonsten gibt es in der Gegend viele, mehr oder weniger große Grünanlagen, die wir besuchen und dort ausgiebige Spaziergänge machen. Zum Glück spielt das Wetter mit, es gibt keinen Regen, und das soll auch die nächste Woche so bleiben. Mittwoch ist in unserem Lieblingslokal in Annapolis wieder Taco Day mit Live Musik draußen auf der Straße, man gönnt sich ja sonst nichts. Morgen fahren wir jetzt doch nach Washington, es liegt ja fast um die Ecke. Eigentlich wollten wir uns das wegen der Nationalgarde, die dort überwacht, schenken, es soll aber wohl doch nicht so schlimm sein.





